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Estrich dämmen und Energie sparen

Den Estrich als Wohnraum ausbauen zu können ist sehr gefragt. Um ein angenehmes Wohnklima zu erhalten und die optimale Ausnutzung zu erreichen sind einige Dinge zu beachten. Wie sich der Estrich isolieren lässt, was dabei zu beachten ist und wann sich ein Dachausbau lohnt, erfahren Sie in unserem kurzen Blog.

Wie funktioniert eine Isolierung des Estrichs?

Um Wohnraum zu gewinnen und Heizkosten zu sparen ist es unumgänglich ihre Dämmung auf den neusten Stand zu bringen. Wenn Sie den Estrich isolieren möchten, dann haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Dämmungen. Die Art der Dämmung sollte so gewählt werden, dass sie zur gewünschten Nutzung passt. Bei einer nachträglichen Isolierung des Estrichs wird eine Innendämmung des Dachs empfohlen. Als Materialien eignen sich beispielsweise Glaswolle, Steinwolle, Zellulose, Holzfaser und Polyurethan-Schaum.

Man kann zwischen verschiedenen Dämmvarianten wählen. Es gibt die Zwischensparrendämmung, die Untersparrendämmung und die Dämmung der Geschossdecke. Es ist auch möglich, die verschiedenen Varianten zu kombinieren. Das Brauchli-Team berät Sie dabei gerne, denn bei der Wahl der passenden Materialien und der Dämmvariante sollte unbedingt ein Dachexperte helfen.

Terrassenboden Brauchli AG
Terrassenboden Zimmerei Luzern Brauchli AG

Warum sollte man den Estrich isolieren?

Wagen wir einen Blick zurück in der Zeit, da wurde der Platz unter dem Dach früher vor allem den Mägden und Knechten zugewiesen. In Städten wurden die Wohnungen unter dem Dach häufig günstig an Künstler vermietet. Doch dies gehört heute der Vergangenheit an. Der Dachboden kann ein vollwertiger Wohnraum sein, wenn er entsprechend ausgebaut wird!

In vielen Gebäuden ist der Estrich nicht ausreichend isoliert. Vor allem bei älteren Häusern sind die Dächer oftmals nur mangelhaft gedämmt. Deshalb wird in vielen Fällen eine nachträgliche Dämmung vollem auch aus ökologischem Aspekt empfohlen. Warme Luft zieht nach oben und sorgt damit für einen Wärmeverlust von circa zwanzig Prozent allein am Dach. Durch die sogenannte Energetische Sanierung lässt sich wertvolle Heizenergie sparen zudem lassen sich unter dem Dach häufig einzigartige Wohnträume realisieren. Eine Isolierung des Estrichs lässt sich sehr gut mit einem Dachausbau kombinieren.

Welche Vorteile bietet eine Estrich-Sanierung?

Wenn Sie sich entscheiden, den Estrich isolieren zu lassen, dann sichern Sie sich dadurch viele Vorteile. Die Estrich-Sanierung ist beispielsweise ein wichtiger Schritt in der Modernisierung eines Gebäudes. Für den Ausbau des Estrichs sprechen einige Aspekte:

  • Die Estrich-Sanierung generiert Ihnen auf eine einfache Weise mehr Platz. Sie müssen weder neu bauen noch sich ein grösseres Grundstück kaufen.
  • Ihnen stehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen. Der unter dem Dach erschlossene neue Wohnraum kann genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden.
  • Den Estrich zu isolieren, trägt zur Einsparung von Heizungskosten und zur Energieeffizienz eines Gebäudes bei.
  • Kann die Gebäudehülle durch eine Estrich-Sanierung verbessert werden, dann gibt es Fördergelder von der Gemeinde. Diese müssen allerdings vor Beginn der Sanierungsarbeiten abgeklärt beantragt werden.
  • Sie erreichen durch die Estrich-Sanierung eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie.

Sie möchten den Estrich isolieren und wünschen dabei professionelle Unterstützung? Dann finden bei uns die richtigen Ansprechpartner. Als etabliertes Familienunternehmen in der fünften Generation, verfügen wir über viel Erfahrung und Know-how.

Was sollte ich beachten, wenn ich den Estrich isolieren möchte?

Der Ausbau des Estrichs sollte an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. In die Planung Ihrer Estrich-Isolierung sollten also folgende Überlegungen einfliessen:

Wie möchten Sie den Estrich dämmen? Welche Art der Dämmung eignet sich für Ihre Zwecke optimal? Wie werden die Räume unter dem Dach beheizt? Oftmals reicht die eigentliche Heizungsanlage des Gebäudes nicht bis ins Dachgeschoss. Ein nachträglicher Umbau einer bereits bestehenden Heizungsanlage kann sehr zeitaufwendig und kostenintensiv sein. Was könnten mögliche zeitgemässe Lösungen zur Heizung sein? Vorab sollten Sie sich auch überlegen, welche baulichen Massnahmen notwendig sind. Müssen beispielsweise Wasser- und Stromleitungen neu verlegt werden? Benötigen Sie Steckdosen und Lichtschalter?

Überlegen Sie sich auch, wie Sie die Räume unter dem Dach nutzen und einrichten möchten. Der Innenausbau spielt eine wichtige Rolle. Welche Möbel möchten Sie im Wohnraum unter dem Dach unterbringen? Sollen es mehrere Zimmer oder ein einziger Raum werden? Wird der Estrich nämlich als Wohnraum erschlossen, dann muss man oftmals zusätzlich Dachfenster und Lukarnen einplanen. Hilfreiche Informationen zum Thema Dachfenster und Lukarnen finden Sie auch in unserem Blog. HIER

Die Kombination von Zwischen- und Untersparrendämmung

Eine gängige Variante ist die Kombination von Zwischen- und Untersparrendämmung. Dabei geht zwar immer etwas Wohnraum verloren, weil die Untersparrendämmung Raum nach innen beansprucht. Gleichzeitig reduzieren Sie aber die Wärmeverluste durch die Sparren. Eine Kombination beider Dämm-Massnahmen ist also empfehlenswert.

Die Dämmung mittels Einblasverfahren

Die Dämmung der Zwischensparren lässt sich auch durch ein Einblasverfahren erreichen. Die Einblasdämmung ist eine sehr kostengünstige, saubere und schnelle Möglichkeit, Ihr Dach zu Isolieren und gleichzeitig Heizkosten zu sparen. Wichtigste Voraussetzung dabei sind ausreichend breite Hohlräume zwischen den Sparren. Die Einblasdämmung kommt häufig bei der Gebäudesanierung zum Einsatz. Sie eignet sich vor allem für Fassaden, Böden, Decken und Dachschrägen. Wenn Ihr Haus über solche Hohlräume verfügt, kann das Dämmmaterial zwischen die Wände eines Zweischalenmauerwerks eingeblasen werden. Die Gebäudestruktur wird nicht angetastet und es müssen keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Das grundsätzliche Prinzip: Ein loses Dämmmaterial wird mittels hohen Luftdrucks passgenau in den Hohlraum eingeblasen und schützt dort den Wohnraum vor äusseren Einflüssen und Wärmeverlust der Innenräume nach aussen.

Welche Materialien kommen in Frage?

Für eine Einblasdämmung können verschiedene Dämmmaterialien verwendet werden. Hauptsächlich werden Dämmstoffe in Form von Granulat, Fasern oder Schaum verwendet. Granulate sind beispielsweise aus Glaswolle, Steinwolle, expandiertem Polystyrolpartikelschaum (abgekürzt EPS) oder Perlitgestein. Faser-Dämmstoffe sind meist aus organischen Materialien wie Holzfaser, Zellulose oder auch Schafwolle. Eine Besonderheit ist das sogenannte Aerogel (auch Nanogel genannt), dabei handelt es sich um sehr feinporigen Schaum mit besonders guten Dämmeigenschaften. Wichtig für die Berechnung und Auswahl des richtigen Produktes ist in jedem Fall die sogenannte Wärmeleitfähigkeit des Materials. Je geringer sie ist, desto weniger Wärme kann durch das Dämmmaterial entweichen. Gemessen wird dies mit dem Lambda-Wert in Watt pro Meter mal Kelvin (W/mK).

Isolierung und Neueindeckung des Daches?

Ist eine Renovation inklusive der Neueindeckung des Dachs vorgesehen, so wäre auch eine Aufsparrendämmung eine mögliche Lösung. Bei dieser Variante werden Dämmplatten auf der Unterkonstruktion angebracht. Anschliessend kommt eine Unterspannbahn hinzu. Für das Anbringen der Dachziegel wird eine Konterlattung montiert. Hier kommen Dämmmaterialien wie Polyurethan, Holzfaser und Polystyrol zum Einsatz. Bei der Aufsparrendämmung verliert man natürlich im Gegensatz zur Untersparrendämmung weniger an beheiztem Wohnraum.

Isolierung des Wohnraumes ohne Dachstock?

In manchen Fällen ist kein Dachausbau vorgesehen. Wer seinen Dachstock nicht bewohnen möchte, kann sich für eine Dämmung der Geschossdecke entscheiden. So wird der ungenutzte Dachstock nicht unnötig mit Wärme versorgt. Wertvolle Heizenergie lässt sich dadurch einsparen. Als Materialien eignen sich Zellulose, Holzfaser, Glaswolle und Steinwolle.

Wird der Dachstock als Wohnraum genutzt wird die Geschossdecke in der Regel nicht zusätzlich gedämmt. Hier ist es jedoch sinnvoll stattdessen in eine Trittschalldämmung zu investieren. Sie verhindert, dass Schrittgeräusche zu laut im darunterliegenden Geschoss zu hören sind.

Fazit

Die Estrich-Sanierung ist wichtiger Schritt in der Modernisierung eines Gebäudes. Bevor Sie mit dem Ausbau Ihres Estrichs zum Wohnraum planen, prüfen Sie, ob die Ausnützungsziffer in Ihrer Stadt oder Gemeinde eine Erweiterung Ihres Wohnraums zulässt. Ist dies möglich kombinieren Sie den Ausbau am besten gleich mit einer neuen Dämmung Ihres Daches. Die Sanierung vergrössert Ihren Wohnraum, verbessert Ihre Wohnqualität und trägt zur Senkung der Unterhaltskosten bei. Kreieren Sie sich einen einzigartigen nutzbaren Wohnraum mit viel Charme unter Ihrem Dach.

Wenn Sie den Dachstock nicht bewohnen wollen oder dürfen, dämmen Sie wenigstens die oberste Geschossdecke, um den Wärmeverlust über den Dachstock zu reduzieren. Die Brauchli AG Luzern unterstützt Sie gern bei Ihrem Ausbauvorhaben.

Ihr Team der Brauchli AG Luzern