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EINBRUCHSCHUTZ - TÜRSICHERUNG GEGEN UNGEBETENE GÄSTE

Einbruchschutz

Einstieg

Ihr Haus vor Einbrechern zu schützen, ist eine schwierige, aber nicht unmögliche Aufgabe. Massnahmen wie der Einbau von Schlössern mit Schutzschildern und Zylindern können dazu beitragen, Eindringlinge vom Haus fernzuhalten, ganz gleich, was sie versuchen, um ins Haus zu gelangen. In diesem Beitrag werden einige Funktionen vorgestellt, die Ihnen helfen, Ihr Eigentum vor Einbrüchen zu schützen.

Wir beraten und unterstützen unsere Kunden so, dass das gewünschte Schutzziel erreicht wird.

Zielorientierter Einbruchschutz

Einheitlicher, zielorientierter Einbruchschutz. Einzelmassnahmen reichen nicht immer aus. Organisatorische Strategie ist wichtig, wenn es um wirksamen Einbruchschutz geht.

Einbruchschutzsysteme

  • Türen und Fenstern verriegeln (auch schräg gestellte Fenster schliessen!)
  • Schlüssel abnehmen, bewahren Sie diesen mindestens einen Meter vom Fenster entfernt.
  • Mit zeitgesteuerter Beleuchtung können Sie die Anwesenheit simulieren.
  • Pflege des Briefkastens (überquellende Briefkästen deuten auf die Abwesenheit eines Bewohners hin) 
  • Fremde ansprechen, Verdachtsmomente der Polizei melden

Gebäudetechnische Massnahmen

Gebäudetechnische Massnahmen wurden entwickelt, um einem potenziellen Dieb das Eindringen und Ausführen seiner Tat zu erschweren. Im besten Fall lässt er von seinem Vorhaben ab und zieht aufgrund der bautechnischen Massnahmen weiter, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, damit er sich nicht für Ihr Haus interessiert.

Technische Massnahmen

  • Neubauteile (einbruchschutzgeprüfte, zertifizierte Fenster und Türen RC2, RC3 usw.)
  • Nachrüstprodukte für bestehende Gebäudeteile (z.B. Mehrfachverriegelungen, Bandschlösser, Zusatzschlösser und Fenstergitter)

Elektrotechnische Vorkehrungen

Der Einsatz einer Alarmanlage als Sicherungsmassnahme ist als ergänzende Massnahme sinnvoll. Alarmanlagen sollten von einer Fachkraft mit SES-Zertifizierung installiert werden. Folgende Kriterien müssen bei einer Alarmanlage erfüllt sein.

  • Lokale Entdeckung der kritischen Stellen
  • Der Alarm wird an eine Notrufzentrale weitergeleitet, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche geöffnet ist.

Der Kunde allein bestimmt, welches Restrisiko er zu übernehmen bereit ist.

Merkmale auf Einbruch geprüfte Türen

  • Verwindungssteifer Türflügel
  • Hartholzrahmen
  • Bandsicherungen
  • Stabile Mehrpunktverriegelung mit Bolzen oder Schwenkbolzen (keine Rollzapfen)
  • Sicherheitsschliessbleche
  • Schutzschilder und Zylinderschutz (Bohrschutz oder Panzerung)

Türflügelaufbau von geprüften Einbruchschutztüren

Türflügel sollten verwindungssteif und möglichst mit Vollspankern und Hartholzkanten gebaut sein. Wegen der schlechteren Spaltbarkeit sollten die Jahrringe parallel zur Plattenebene verlaufen. Aluzwischenlagen hemmen das mechanische Durchdringen des Türflügels, z.B. mit Messer und/oder Schraubenzieher0

Schlösser

Mehrpunktverschlüsse eignen sich zum Nachrüsten in den meisten Fällen. Es sollte auf Schlösser, die von der Stulpseite hier eingebaut werden können zurückgegriffen. Es ist darauf zu achten, dass der Materialverlust durch das Ausfräsen auf ein Minimum beschränkt wird. Für Einbruchschutz geeignet sind insbesondere Schlösser mit 20 mm ausfahrbaren Zusatzriegeln und/oder Schwenkriegeln. Nicht geeignet sind Schlösser, die nur zylinderförmige Rollfallen als Zusatzpunkte aufweisen. Sie können leicht ausgehebelt werden.

Türen an der Gebäudeaussenseite werden leicht übersehen, insbesondere bei Türen mit Knauf. Es ist ein häufiger Fehler, dass man davon ausgeht, dass sie verschlossen sind. Die Verwendung einer selbstverriegelnden Mehrfachverriegelung ist in diesem Fall zu empfehlen. Selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen sind bei namhaften Schweizer Anbietern zu finden.

Der Schutz gegen Manipulation

Bei schwellenlosen Türen müssen offene Bodenspalte wegen der Manipulationsgefahr mittels Drahtschlaufe eliminiert werden. Dies erfolgt durch den Einbau einer Massivholzschwelle - Vierkantrohr in Stahl/Chromnickelstahl

Der Bereich des Drückers oder der Panikstange ist mit einem Bohrschutz zu versehen Diese Aufzählung ist nicht vollständig, je nach Stand der Technik können auch andere Massnahmen wirksam sein.

Schutzschilder und Zylinderschutz

Normale Langschilder sind für den Einbruchschutz ungenügend. Sie können angriffsseitig abgeschraubt und hochgebogen werden. Damit kann dann leicht der Zylinder abgewürgt und/oder das Schloss manipuliert werden.

Es sind immer die mitgelieferten Originalschrauben (oder gleichwertig) zu verwenden, weil dies Schrauben in einer hohen Qualität sind (z.B. CNS oder gehärtet). Auf der Innenseite muss immer das zugehörige Langschild montiert sein.

Für den korrekten Zylinderschutz ist darauf zu achten, dass die zugehörige Rosette in der korrekten Länge gewählt wird (Zylinder und Rosette bändig).

Wenn nicht originale Schrauben eingesetzt werden, könnten die Köpfe abreißen. Wenn im Inneren nicht das Originalschild verwendet wird, können die Schrauben einfach durch das Holz reissen.

Türen nachrüsten

Türen, die nachgerüstet werden, sollen vorher einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden. Übersteigt der Aufwand für Nachrüstungen den Restwert der Türe, sollte die Türe besser ersetzt werden.

Beschläge Nachrüsten

Mit den nachfolgenden Nachrüstungen lassen sich Türen zwar verbessern. Beim Kundendarf dadurch aber nicht der Eindruck entstehen, dass seine durch die getroffenen Einzelmassnahmen verbesserten Türen gleichwertig mit einem neuen geprüften Element sind.

Übersicht Damit die Türe an möglichst vielen Punkten im Rahmen gehalten werden kann, sind folgende

Beschläge zur Nachrüstung geeignet:

  • Mehrpunktverschluss mit Sicherheitsschliessblechen/Schliessleiste
  • Schutzschild mit Bohrschutz oder Zylinderpanzerung
  • Bänder mit Stiftsicherung
  • Bandsicherungen, Reduktion der Falzluft

Verschraubungen

Grundsätzlich sind die vom Beschlägehersteller mitgelieferten Schrauben zu verwenden. Für zusätzliche oder alternative Schrauben sollten nur Schrauben in gleicher oder besse-rer Qualität verwendet werden.

Notschlüsselkasten

«Verstecke» für Schlüssel wie: unter der Fussmatte, in oder unter einem Blumentopf sind Einbrechern bestens vertraut. Daher sollten Schlüssel unter keinen Umständen so deponiert werden. Dafür gibt es im Fachhandel ausgezeichnete Schlüsselkästen. Es taugen nur Qualitätsprodukte und diese müssen gut mit dem Bau verankert sein, damit man sie nicht einfach aus der Wand reissen und öffnen kann.

Sehr sicher sind beispielsweise Schlüsselrohre zum Einmauern für die Schlüsselentnahme durch die Feuerwehr. Zum Deponieren des Schlüssels für Familienmitglieder, eignen sich gut platzierte Schlüsseldepots von Burgwächter oder ABUS.